Laugwitz Verlag
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Karl Alfred Wolken (1929-2020)
Neuentdeckung eines Klassikers der Nachkriegsliteratur

Umschlagbild unter Verwendung des Bildes „Studio 9“ von Nikolaus Störtenbecker

Nikolaus Störtenbecker war 1973/74 Stipendiat an der Villa Massimo in Rom

==Erstveröffentlichung==
Abgesang
Roman. Mit einem Nachwort von Jörg Deuter

„Ich habe mich auf eine unbestimmt längere Romzeit einzurichten versucht. Ich dachte, die Fremdheits-Jahre würden sich mit der Zeit schon verringern und mich schließlich und endlich doch heimisch machen hier; Jahre in denen ich mir angesichts einer Fotografie der Nordsee bei Windstärke sechs ein Leben wie es nicht sein soll auf den Leib schrieb: Spät schlafengehen, früh aufstehen, du hast zwei Länder zu lernen! Das ist mir nur sehr, sehr unvollständig gelungen, denn ich bin natürlich durch und durch Deutscher geblieben, Deutscher mit Mehrwissen. Mit Mitte dreißig ist man noch nicht gebacken, man legt sich unterwegs zur Reife ein Mehrwissen zu und wächst weiter. Das Leben in Italien hat mich zwar den Lebens-Gewohnheiten in Deutschland, aber nicht mir selbst entfremdet, ich bin bis zum heutigen Tag weder ein Römer noch ein Deutsch-Italiener geworden, bin Gast geblieben“ Karl Alfred Wolken

ich habe die doch beachtlichen 400 Seiten gleich in einem ausgelesen. Das Buch ist richtig gut, wie der Herr Deuter im Nachwort richtig anmerkt, gibt es aus dieser Generation eigentlich kaum solche Autobiografien, oder keine. Zudem ist es genau die Generation meiner Eltern... Und da ist die trockene Sachlichkeit, mit der hier die „Kindheit und Jugend als Nazi“ abgehandelt wird unter dem Motto „So war es, und dann, also 1945, ist mir aufgegangen, daß es Mist war“, und damit „for something completely different“, doch geradezu hinreißend. ... Mir scheint jedenfalls, daß es ehrenwert und sinnvoll ist, jemanden wie Wolken breiter zu präsentieren, er ist ja jetzt in diesem Niemandland, wo wir nach unserem Hinscheiden alle demnächst gelandet sein werden, und jeder, auch der gewaltigste Ruhm zu Lebzeiten zunächst einmal eine eher kühle Dusche von Vergessen, Mißachten usf. abbekommt, bevor es dann eventuell wieder weitergeht. Und dabei, wie gesagt, ist so etwas für uns etwas später Geborene doch besonders interessant.
Walter Klier

Werke in Einzelausgaben Band 2, 426 S.
Gebunden, ISBN 9-783-933077-78-3, EUR 35,-

Daten zu Leben und Werk Karl Alfred Wolkens


Diether Ritzert:
Porträt von Karl Alfred Wolken (1964)

Diether Ritzert war 1962/63 mit Wolken Stipendiat an der Villa Massimo in Rom

Die Schnapsinsel
Roman. Mit einem Nachwort von Jörg Deuter

„Ich bin unter großen Himmeln hineingewachsen in meine Liebe zur See, die Max Beckmann in bewundernswürdigen Meeres- und Strandbildern gemalt hat, verschiedentlich auch auf Wangerooge..., und habe dort die Süße des Lebens gekostet in den Freiheiten, die man mir gewährte…“ Karl Alfred Wolken

Die Schnapsinsel ist mehr als ein in Küstennebel eingehüllter Nordseemythos von freizügigen Künstlertagen und feuchtfröhlichen Gelagenächten, wenngleich beide darin zur Genüge vorkommen. Sie ist … auch ein Akt, die Vergangenheit zu bewältigen, die 1961 erst wenige Jahre zurücklag. … Vor allem aber bewegt der Autor sich aus seinem angestammten Leben in ein neues, vertieftes, das künstlerisch und persönlich stärker auf ihn wirkt und ihn fordert.“ Jörg Deuter

Werke in Einzelausgaben Band 1, 298 S.
Broschur, ISBN 9-783-933077-72-1, EUR 14,90
Gebunden, ISBN 9-783-933077-76-9, EUR 30,-

Neue Reihe: Realien zu Hermann Löns und seiner Zeit
===ein umfassendes kommentiertes Lesebuch des frühen Hermann Löns
mit 127 meistens unbekannten Gedichten, Erzählungen, Reportagen, Kritiken, Essays, Notizen und Briefen===
Hermann Löns: Trockene Heide
Beiträge zur Zeitschrift „Niedersachsen“ aus den Jahren 1896 bis 1901
Mit einem Anhang „Löns und Worpswede. Briefe an Hans Müller-Brauel“

ISBN 9-783-933077-75-2 412 S. gebunden € 30,-
Inhaltsverzeichnis

1891, im Alter von 25 Jahren, war Hermann Löns gezwungen, sein Studium zu beenden und sein Leben neu zu beginnen: "So sprang ich mit beiden Beinen in das Zeitungsfach. Erst war ich in der Pfalz im Feuilleton, dann reiste ich für einige größere Zeitungen als Stimmungsberichterstatter... Schließlich blieb ich in Hannover hängen. Ich begnügte mich damit, ein annehmbarer Schilderer, lustiger Plauderer und gewandter Redakteur zu sein; daß ich je ein guter Schriftsteller werden würde, glaubte ich nicht mehr... Jahrelang kam ich kaum zu mir selbst." [Löns, „Von Ost nach West“, 1909] Die Ehe mit Elisabet Löns-Erbeck war die einzige Absicherung seiner Entscheidung vom Journalismus zu leben; zugleich war sie auch ein zusätzliches Risiko. Er heiratete Anfang 1893, als absehbar war, daß dieser Plan aufgehen würde, und am 15.3.1895 konnte er seinem Jugendfreund Max Apffelstaedt schreiben: „Gehe Leiter hoch!“
Seine sehr erfolgreichen Sonntagsplaudereien (ab Januar 1894 unter dem Pseudonym „Fritz von der Leine“) waren aber noch nicht das, was er sich erhofft hatte: „ein guter Schriftsteller“ zu werden. Dieses Ziel erreichte er durch fortdauerndes Schreiben von Werken, die vor seiner immer wachen Selbstkritik bestehen konnten, wozu sich ihm als Mitarbeiter und späterer Redakteur der angesehenen Zeitschrift „Niedersachsen“ eine Plattform bot.
Löns wurde bis 1901 als Schriftsteller kaum wahrgenommen, aber mit seinen „Niedersachsen“-Beiträgen legte er den Grundstein zu seinem Autorenruhm.

Buchbesprechung von Thorsten Neubert-Preine in den Hermann-Löns-Blättern

Aus dem Löns-Umfeld: Hermann Knottnerus-Meyer (1875-1945) -- Ein unbekannter Maler der Neuen Sachlichkeit
Nils Ballhausen (Herausgeber):
Hermann Knottnerus-Meyer in Duderstadt
mit Beiträgen von Hans-Reinhard Fricke und Bruno Grönke

2010 erschien anläßlich einer Ausstellung in Duderstadt die erste Monographie über den Maler Hermann Knottnerus-Meyer, einen Schüler von Paul Schad-Rossa, der sich nicht in in die gängigen Stilrichtungen seiner Zeit einordnen läßt. Während seiner Zeit in Hannover stand er in engem Kontakt zu Hermann Löns, über den er 1924 sein bedeutendes Erinnerungsbuch "Der unbekannte Löns" schrieb. Zum gemeinsamen Freundeskreis, eine Art "Hannoversche Bohème", gehörten u. a. auch der Schriftsteller und Maler Wilhelm de Witt, der Maler und Bildhauer Erich Fricke sowie die Architekten Hans Roediger und Georg Thoféhrn. Noch vor dem Weltkrieg ging er nach Berlin. Zum Kunstbetrieb hielt er zeitlebens Abstand. Die Epoche der Neuen Sachlichkeit ab den 1920er Jahren charakterisiert seine Arbeiten wohl am genauesten.

bisher nur als Privatdruck erschienen
48 S. mit zahlreichen Abb., Broschur, ISBN 9-783-933077-74-5, EUR 10,-

Das Vermächtnis von Frank-Patrick Steckel (1943-2024)

11 Jahre nach den ersten Bänden
ist Band 16 der zweisprachigen sorgfältig editierten und kommentierten Shakespeare-Edition
STECKELS SHAKE-SPEARE
erschienen.

Steckel übersetzte und inszenierte von 1980 bis 2009 zahlreiche Shakespeare-Stücke. In den letzten Jahren übersetzte er weitere Werke (zuletzt 2019 King Lear), hauptsächlich für Inszenierungen seiner Tochter Jette. Für die Buchedition wurden alle Stücke sorgfältig überarbeitet

wieder lieferbar:
Die von Frank-Patrick Steckel herausgegeben Bände
des
NEUEN
SHAKE-SPEARE
JOURNALs
Abschied vom ältesten bedeutenden deutschsprachigen oxfordianischen Shakespeare-Forscher
Prof. Dr. Gerold Wagner (1932-2024)

Die fundamentalen Beiträge Gerold Wagners zur Reihe "Neues Shakespeare-Journal" bildeten in den letzten Jahren das Fundament dieser langjährigen Reihe. Wir stellen hier zu seinem Andenken seine frühesten Beiträge "Hinweis auf Ludwig Berger" (2001), "Die blinden Seher" (2007) und die Hamlet-Studie "Argall, she drowned herself wittingly" (2013) online zur Verfügung, zusammen mit seinem Lebenslauf Curriculum vitae. Fernerhin können Interessenten die Bände 5-8 der "Neuen Folge" direkt beim Verlag zum Sonderpreis von € 20,- erwerben, die fast 400 Seiten mit den Beiträgen Wagners enthalten, die von 2016-2023, auch angeregt von Shakespeare-Edition Frank-Patrick Steckels erschienen.

Wagners gesammelten "Gedanken eines klassischen Philologen zu Shakespeare" sind als Einzeledition in Vorbereitung, die auch bisher ungedruckte Arbeiten enthalten wird. 2018 erschien außerdem das weiterhin lieferbare Gemeinschaftswerk von Sten F. Vedi and Gerold Wagner: "Hamlet’s Elsinore Revisited -- The author’s sources of knowledge about Elsinore and Denmark". Gerold Wagner vollendete zuletzt auch eine ausführliche Chronik seines Wohnorts Bildein an der ungarischen Grenze im Burgenland (hier Bilder von der Präsentation). Unvollendet blieben naturgemäß seine Shakespeare-Studien. Ich habe es immer als einen Sieg des Geistes über die Materie empfunden wie er noch im hohen Alter, zahlreichen Krankheiten und anderen Mishelligkeiten trotzend, dieses bedeutende Arbeit leisten konnte, und bin stolz darauf, ihn dabei nach Kräften unterstützt zu haben. Nun hat dieser klare Geist endgültig die Materie besiegt.
Uwe Laugwitz

Reihe "Neues Shake-Speare Journal", Neue Folge
lieferbare TItel, weitere Bände auf Anfrage
Neues Shake-speare Journal special edition -- new volumes by Warren Hope and Gary B. Goldstein
Warren T. Hope, PhD, (1944 – 2022) was a professor, publisher and poet whose research focused on the English Renaissance and modern British poets. For 20 years he served as a Professor of English at Temple University, University of the Sciences and Rosemont College in the Philadelphia area.

Is That True? Shakespearean Explorations brings together the research and writings of an expert of the English Renaissance, encompassing 50 years of scholarship which appeared in numerous peer reviewed journals.
In addition to “learned and valiant,” one character in Twelfth Night is said to be “In voices well divulged,” meaning praised by many. The same may be said of both Shakespeare and Warren Hope, but with the additional subtler meaning that these latter two express themselves in a number of diverse voices, coming from single consistent perspectives.

Gary B. Goldstein has served as editor of three peer reviewed journals on the English Renaissance: The Elizabethan Review (1993-99), Brief Chronicles (2009-2011), and The Oxfordian (2018-2025).

Oxford’s Metamorphosis into Shakespeare presents a decade of research which seeks to demonstrate that Edward de Vere, 17th Earl of Oxford (1550-1604), wrote the Shakespeare canon under the pseudonym William Shakespeare for a variety of theater companies, including the Earl of Derby’s Men, the Lord Chamberlain’s Men and finally, The King’s Men.
The articles presented here were first published in Critical Stages, the journal of the International Association of Theater Critics, National Review magazine, and The Oxfordian, the peer reviewed journal of the Shakespeare Oxford Fellowship. The goal is radical: to build a bridge between scholarship and its application on stage so that theater professionals can enhance modern day performances of the plays. The best way to achieve that is by providing actors, directors and producers with the dramatist’s original intent by tracing the numerous topical allusions which Shakespeare incorporated into the 37 comedies, histories and tragedies. In short, to enable practitioners to reclaim the social psychology of 16th century England through Shakespeare’s eyes.

Monographien aus der Reihe "Neues Shake-Speare Journal"
herausgegeben von Gary Goldstein, Warren Hope und Jan Scheffer
Jörg Deuter zu Kunst, Leben, Literatur und Geschichte
Lola Landau / Dichterin – Zionistin – Pazifistin

Kommentierte Collage ihrer Briefe und Gedichte an Jörg Deuter
Including Sibyll Stevens’ Reflections on her Mother Lola Landau (1933-45)

Die Collage Deuters ist insgesamt sehr lesenswert sowohl mit Blick auf seine Ausführungen zu Armin T. Wegner als auch zu Lola Landau. Im Hinblick auf Armin T. Wegner gibt das Buch Deuters neue Impulse hinsichtlich der Gegenüberstellung von Deutschtum/Preußentum und Judentum... Besonders bemerkenswert ist es, dass die biographische Ebene Lola Landaus mit interessanten zeitgeschichtlichen Linien in Verbindung gebracht wird. Deutlich dargestellt werden zudem auch die großen Schwierigkeiten, die die Autorin erleben musste, um im Nachkriegsdeutschland als deutschsprachige jüdische Schriftstellerin wahrgenommen zu werden – das ist exemplarisch für diese Schriftstellergeneration und – gruppe.
Birgitta Hamann

250 S., Broschur, 26 Abb., ISBN 9-783-933077-69-1, EUR 20,-

Festschrift Matthias Koeppel zum 85. Geburtstag

Vier biographisch verkettete Essays über Werner Heldt, Matthias Koeppel, Armin T. Wegner und Karl Alfred Wolken

„Matthias Koeppel ist eine der stärksten Künstlerpersönlichkeiten Berlins, der Stadt, der er wie kein anderer seit Jahrzehnten seinen visuellen Stempel aufdrückt.“ Koeppel arbeitet mit allen Mitteln malerischer Dramaturgie und hat früh einen eigenständigen Stil entwickelt. Auffällig an den Bildern des Künstlers ist der Bezug zur Landschaftsmalerei der Deutschen Romantik. Seine Reflexionen heutiger sozialer oder politischer deutscher Wirklichkeit unter einem zeitlosen Himmelsgewölbe wirken wie eine Metapher – bzw. wie ein bildhafter Ausdruck für Unbeständigkeit und soziale Verwerfungen.
André Lindhorst

170 S., Fadenheftung, 52 meist farbige Abb., EUR 25,-

Stephanie Holzer und Walter Klier über das fast idyllische Leben vor 2020
Stefanie Holzer / Walter Klier
Heiter bis grantig. 309 kleine Geschichten aus der guten alten Zeit 2002–2019

Es war das Jahr 2001. Die Menschheit und auch wir zwei hatten den Sprung ins neue Jahrtausend geschafft, ohne daß alle Computer und Netzwerke und was sonst zusammengebrochen wären, und wir hatten keine eigene Zeitung mehr und noch keine Kinder und deshalb offenbar nicht genug zu tun. So stellten wir eine Frage an den damaligen Chefredakteur der »Tiroler Tageszeitung« und bekamen eine günstige Antwort. Einige Zeit später, nämlich im Jänner 2002, begannen wir also eine wöchentliche Glosse für diese Zeitung zu schreiben, und zwar immer abwechselnd, so daß jeder alle vierzehn Tage dran war. Entgegen unseren eigenen Erwartungen und vielleicht auch denen der Redaktion schrieben wir diese Glosse achtzehn Jahre lang...
Gegen Ende 2019, als wir um einen Termin gebeten hatten, um ein paar Kleinigkeiten zu besprechen, nützten unsere Chefs, überraschend oder auch nicht, die Gelegenheit und kündigten uns aufs Jahresende. Die Zeitungen hätten es immer schwieriger und müßten sparen (wegen der Digitalisierung), vor allem die fest angestellten Redakteure würden immer teurer, geradezu unerschwinglich, und deshalb mußten die Freien nunmehr leider eingespart werden. Insgesamt haben wir auf diese Weise einige hundert Kommentare zum Zeitgeschehen, zum Zeitgeist oder auch nur zu kuriosen Vorkommnissen in unserer eigenen kleinen Lebenswelt geschrieben. Aus der Menge hier ausgewählt sind es 309, und wie wir glauben, ergeben sie insgesamt eine heiter-besinnliche Chronik jener Jahre, die, so will es nun kurze Zeit später scheinen, vielleicht die besten waren, nach denen nichts extra Rares mehr nachkommt.
Innsbruck, im Sommer 2023, Stefanie Holzer und Walter Klier

250 S., Broschur, ISBN 9-783-933077-71-4, EUR 18,-

Weitere Reihen und Einzeltitel