Laugwitz Verlag
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Neuerscheinungen 2018
Die Tragödie von König Richard II. /
The Tragedie of King Richard the second

Deutsch von Frank-Patrick Steckel

zweisprachige Ausgabe mit dem englischen Originaltext der Ausgabe von 1597
herausgegeben von Uwe Laugwitz
258 S., 13,-

Ochsenfords Art/
Manner of Oxenford

20 Jahre Neues Shake-speare Journal

Neues Shake-Speare Journal
Neue Folge Band 6 (Jahrgang 2017/2018)

196 S., 17,-

Steckels Shake-Speare

Lese- und Studienausgabe von Hauptwerken William Shakespeares
in der legendären neuen deutschen Übertragung von Frank-Patrick Steckel

NEUES SHAKE-SPEARE JOURNAL

Überblick über alle Bände dieser Buchreihe

weitere grundlegende Titel zu Shake-speare und seinen Zeitgenossen
Walter Klier
Der Fall Shakespeare

Die Autorschaftsdebatte und der 17. Graf von Oxford als der wahre Shakespeare

320 S., Paperback; EUR 12,-


"ein erudiertes und scharfsinniges Buch" Michael Maar
Der unbekannte Shakespeare

Frühfassungen, Manuskriptfassungen, anonym veröffentlichte Werke Shakespeares in zweisprachigen Studienausgaben

Band III The troublesome Raigne of King Iohn/König Johann von Engelland
Band II Thomas of Woodstock/Die Historie von Thomas von Woodstock
Band I Edward III./Eduard der Dritte.

The Poems of Edward de Vere/
Edward de Veres Gedichte

Deutsch von Kurt Kreiler

104 S., EUR 20,-, Halbleinen

Christopher Marlowe
Werke in 2 Bänden

Band II Eduard II./Der Jude von Malta
Band I Das Massaker von Paris/Die Historie von Doktor Faustus

»dem Neunzehnten Jahrhundert, dessen unmittelbare Kindeskinder wir sind, können Entdeckungen abgewonnen werden, die mehr Überraschungen bereithalten als jeder Fund aus weiter entlegenen Epochen.« (Hans Wollschläger)
Jörg Deuter: Ernst Willers
Ein Beitrag zur Geschichte der Landschaftsmalerei
72 S., 21 meist farbige Abb., EUR 12,-

Ernst Willers (1803-1880) ist ein zu Unrecht vergessener Erneuerer der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Seine um 1848 einsetzende Abkehr von »Historien-Landschaften« hin zur monumentalen, nun menschenleeren Großlandschaft; seine verknappte kraftvolle Auffassung der Ölskizze und sein Beharren auf Zivilisationsferne lassen sich auch als Kommentar auf die geistige Situation seiner Zeit deuten. Zudem sind seine Bilder heute wesentliche Dokumente des römischen Umlands vor dessen Zersiedelung.

Friedrich Theodor Vischer:
Ur-Faust 3

80 S., geheftet., EUR 5,-
Der Tragödie dritter Theil in drei Acten in seiner ursprünglichen Gestalt / Treu im Geiste des zweiten Theils des Göthe’schen Faust.

Diese ursprüngliche Fassung von Vischers Faust 3, die sich von der bekannten späteren Version unterscheidet wie der Ur- Faust von Faust 2, wurde seit 1864 nie wieder in dieser Form nachgedruckt. Ein unzensiert frisches und derbes und zugleich sprachlich außerordentlich kunstreiches Meisterwerk eines lebenslangen Goetheforschers, der wie kein zweiter die Sprache des Meisters zu imitieren verstand.

Abschied von der alten Welt
eine Verabschiedung und eine Auswanderungsgeschichte in zwei Bänden, geschrieben von Vater und Tochter
Texanische Lieder
Aus mündlicher und schriftlicher Mittheilung deutscher Texaner.
von Heinrich Hoffmann von Fallersleben
61 S., geheftet
EUR 5,-
Diese Gedichtsammlung gab Hoffmann seinem Freund Adolf Fuchs mit auf den Weg, als dieser Deutschland in Richtung Texas, damals eine freie Republik, verließ. Originalgetreuer Nachdruck gemäß der anonymen Ausgabe San Felipe de Austin [tatsächlich Wandsbeck] o.J. [1846]

Pastor Fuchs ... hat seine Stellung als Pastor von Kölzow aufgegeben und wandert nach Texas aus. ... Wir unterhalten uns lebhaft über Texas. Fuchs singt mit seiner lieblichen Stimme mehrere meiner Lieder, die alle auf seine Auswanderung Bezug haben. Uns kommen die Thränen in die Augen. Den folgenden Tag unterhalten wir uns fast nur über Auswanderung und Deutschlands Gegenwart und Zukunft. Auch ich in meiner Lage müßte auswandern ... Und doch konnte ich dem Drange nicht widerstehen, Wünsche und Hoffnungen auszusprechen, deren Verwirklichung Anderen eine Rechtfertigung und ein Trost sein konnte. Und so dichtete ich denn meinem lieben Fuchs ein Abschiedslied - [...] Ich hatte meinem ausgewanderten Freunde versprochen, ich wollte ihm diese Lieder gedruckt nachsenden, zugleich auch die Melodien dazu, damit er dann beides in der neuen Welt später einmal nachdrucken lassen könnte. Die Lieder waren schon Ende Aprils druckfertig. Ich hatte mich bei meinen wenigen Hülfsmitteln doch so in Texas hineingelebt, daß ich ganz heimisch darin war und dafür und daraus dichten konnte. [H.v.F., Mein Leben]

Robert
Ein geistlicher Roman von
Adolf Fuchs
Neudruck der Ausgabe Rostock 1842
288 S., Paperback, EUR 12,-
Adolf-Fuchs-Gedenkfeier in Kölzow
Carl Adolf Friedrich Fuchs (1805-1885), Freund und Zeitgenosse von Hoffmann von Fallersleben, Heinrich Laube u.a. war einer der führenden Intellektuellen des 'Jungen Deutschland'. In seinem autobiographischen Roman 'Robert' schildert er wenig versteckt seinen eigenen Werdegang. Als freiheitsliebender Burschenschaftler studiert er in Jena Philosophie und Theologie und versucht, zwischen Rationalismus und Supranaturalismus seine eigenen naturreligiösen Auffassungen zu entwickeln. Zurückgekehrt nach Mecklenburg, der 'verstecktesten Ecke Deutschlands', schildert er sehr plastisch seine Erlebnisse als Kandidat, Hauslehrer und schließlich Pastor in Kölzow. 1842 muß dieses Buch provozierend gewirkt haben; es ist möglich, daß sämtliche Exemplare des Buchs in Deutschland eingesammelt und vernichtet wurden. In seinem unbedingten Freiheitsstreben ist Fuchs verwandt mit den Freigeistern des frühen 20. Jahrhunderts. In der drei Jahre nach Erscheinen des Romans auch vollzogenen Auswanderung, über die er in 'Robert' bereits ausführlich reflektiert, sah er schließlich den besten Weg, 'ein neues deutsches Vaterland' nach seinen Vorstellungen zu gründen. Sein Leben in Amerika spiegelt sich aufschlußreich in den Altersmemoiren seiner Tochter Ottilie.
Was Großmutter erzählt
von
Ottilie Goeth, geb. Fuchs.
Neudruck der Ausgabe San Antonio 1915
202 S., Paperback, EUR 12,-
mit zahlreichen Abbildungen
Ottilie Goeth, geb. Fuchs (1836-1926) war die zweitjüngste Tochter von Pastor Adolf Fuchs. In ihren im hohen Alter aufgezeichneten Erinnerungen schildert sie uns plastisch, wie das Auswanderungsprojekt ihres ideal angelegten Vaters in der texanischen Wirklichkeit des 19. Jahrhunderts umgesetzt wurde. In einem auch sprachlich souveränen Rückblick auf ein arbeitsreiches Leben bringt Ottilie uns nahe, wie sie ihre Welt der Gegensätze erlebt hat und was ihr Beitrag zur Gestaltung dieser Welt gewesen ist.

"Es war im Frühling 1846, als wir nach Cat Spring gekommen, und da hieß es denn nun auch gleich, Hand ans Werk zu legen. Ein bescheidener Pflug, von einem Joch Ochsen gezogen, war zur Hand... Wie mochte dem Gelehrten hinterm Pfluge zu Mute sein, wie ungeschickt und schwerfällig ihm alles von der Hand ging, die wohl den Violinbogen und die leichtere Gartenschere zu handhaben gewußt. Aber diese Ochsen, dieser Pflug! Was nützte alle Geometrie, sechs Sprachen und Logarithmen, es ging nicht. Und hielt da nicht zu Pferde am Felde Mephistopheles in höllischer Person und spottete wie einst in der Hexenküche:
Ernähre dich mit ungemischter Speise,
Leb’ mit dem Vieh als Vieh, und acht es nicht für Raub,
Den Acker den du erntest, selbst zu düngen.
Glücklicher Weise war’s aber kein Mephisto, sondern einer jener liebenswürdigen amerikanischen Ansiedler, ... der jetzt vom Pferde stieg und dem Vater in freundlichster Weise zeigte, wie eine widerspenstige Pflugschar zu bändigen. - Ein gar saures Frühjahr mag's gewesen sein, aber wir alle griffen frisch mit an, wo es geschehen konnte, so wurde Verzagtheit verbannt, wenn sie uns anwandeln wollte."

Auf dem Mars soll das Leben bedeutend besser sein -- Nachträge zum 20. Jahrhundert
Erstveröffentlichung:
Frida Ehrenstein
Die Schlange

Erzählungen und das Tagebuch eines Dienstmädchens
204 S., EUR 18,-, Halbleinen

Evelyne Polt-Heinzl
Die Werke Frida Ehrensteins (1894-1980), der Schwester des expressionistischen Schriftstellers Albert Ehrenstein, entstanden in den 30er/40erJahren und werden hier zum ersten Mal gedruckt.

Es war 5.00 Uhr nachmittags, als ich das Haus betrat und Madam mir mein Zimmer zeigte. Sie zündete eine Kerze an. Mein Mut sank. 'Haben Sie hier kein elektrisches Licht, Madam?' fragte ich. 'Oh ja, die Leuchten sind da, sie sind nur zur Zeit nicht angeschlossen.' Sie sagte nicht, ob das überhaupt geschehen würde. Als ich allein war, um meine Sachen auszupacken, mußte ich zum Bett gucken... Nein, das Bettzeug war nicht sauber... Sollte ich auf der Stelle wieder weggehen? Vielleicht wäre es besser, ich bliebe diese Woche. Also ging ich die drei Treppen zur Küche hinunter. Madam suchte gerade das Eßgeschirr heraus, das ich benutzen sollte: zwei Tassen und zwei Teller, beides angestoßen. Was kommt als nächstes? Nachts kletterte ich die Treppen hoch ins Bett. Der Wasserkrug war leer. Ich war zu müde, um gleich wieder in die Küche hinunterzugehen und den Krug zu füllen; die Stufen waren so steil. Um 6 Uhr am nächsten Morgen stand ich auf, zog mich an und ging hinunter in die Küche. Als ich den Rolladen hochzog, fühlte ich, daß Madam hinter mir stand. Ich drehte mich um, um Guten Morgen zu sagen. Was für ein hartes Gesicht, dachte ich. Vielleicht hatte sie eine Menge Probleme. Das macht manche weich, andere aber hart.

Albert Ehrenstein an Stefan Zweig, 22.8.35: 'Gleichzeitig schicke ich Ihnen das Ms. Einer humoristischen Erzählung ... die von meiner Schwester Frida verfaßt wurde, die mit 40 Jahren unter die Schriftsteller ging, plötzlich - als es am aussichtslosesten.'

Erstveröffentlichung:
Carl Ehrenstein
Der Zumpel

89 S., EUR 12,-, Halbleinen
Helmuth Schönauer
Diese Erinnerungen Carl Ehrensteins (1892-1971) über seine Kindheit in Wien und der Slowakei um 1900 entstanden in den 20erJahren und erscheinen hier zum ersten Mal vollständig in Buchform

Erschien ich auf der Dorfstraße, so umkreiste mich stets eine jugendliche Bauernrotte und sang in ihrer Sprache das anheimelnde Kampflied: 'Jud, Dreckruch, Wagenradbekleckter!' - es ist schwer übersetzbar. Mich nannten sie mit Vorliebe 'Zumpel', welchen Beinamen ich Mischka Popper verdanke. Mütterlicher Sparsamkeit wegen trug ich nämlich noch mit fünf Jahren Schnellfeuerhosen mit hinten offenem Visir, daraus neugierig das Hemdende, der sogenannte Zumpel in die Welt hinein ragte und den Witz des Mischka Popper und aller Bauernjungen hinterrücks herausforderte.